Grohandelspreise ziehen so stark an wie seit 13 Jahren nicht mehr | Nachricht



Grohandelspreise ziehen so stark an wie seit 13 Jahren nicht mehr | Nachricht

Berlin (Reuters) – Die Preise im Grohandel steigen in Folge der Corona-Krise derzeit so stark wie seit Juli 2008 nicht mehr.

Sie lagen im Mai um 9,7 Prozent ber dem Niveau vor Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Damit beschleunigte sich der Preisauftrieb nochmals: Im April 2021 hatte es ein Plus von 7,2 Prozent gegeben und im Mrz von 4,4 Prozent. Von April auf Mai kletterten die Preise um 1,7 Prozent. Grund fr die starke Vernderung sind die Auswirkungen der Virus-Pandemie. Denn vor einem Jahr waren im Zuge der Rezession viele Preise in den Keller gegangen. In der Folge ergeben sich jetzt im Vorjahresvergleich hohe Zuwchse. Aber auch der Anstieg der Import- und Erzeugerpreise hinterlsst Spuren.

Grten Einfluss auf die Inflationsrate im Grohandel hatten im Mai Minerallerzeugnisse, die sich um fast 47 Prozent verteuerten. Besonders krftige Preisanstiege zum Vorjahr gab es auch im Grohandel mit Altmaterial und Reststoffen mit einem Plus von 64,6 Prozent sowie mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug (41,2 Prozent). Roh- und Schnittholz wurde im Vorjahresvergleich ebenfalls erheblich teurer (37,7 Prozent), ebenso Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermittel (22,9 Prozent) sowie chemische Erzeugnisse (11,4 Prozent). Lieferprobleme bei Baumaterialien wie Stahl, Metall und Holz machen auch der Baubranche zu schaffen.

Niedriger als im Mai 2020 waren auf Grohandelsebene dagegen insbesondere die Preise fr Datenverarbeitungsgerte und Software (-4,7 Prozent) sowie lebende Tiere (-2,5 Prozent).



2021-06-11 08:17:17

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