Unterschiedliche Meinungen: Atom-Deal mit dem Iran: Welche Auswirkungen htte eine Einigung auf den lpreis? | Nachricht



Unterschiedliche Meinungen: Atom-Deal mit dem Iran: Welche Auswirkungen htte eine Einigung auf den lpreis? | Nachricht

Fortschritte bei Verhandlungen im Atomstreit
Experten uneinig ber Auswirkungen auf den lpreis
Steigende lnachfrage erwartet


Der Iran steht seit langem unter Verdacht, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Um dies zu unterbinden, wurde 2015 eine Vereinbarung geschlossen, die jedoch schon 2018 von der Trump-Regierung einseitig aufgekndigt wurde. Nachdem die USA also wieder Sanktionen gegen den Iran einfhrten, die unter anderem auch die iranischen lexporte beeintrchtigten, hat dieser wiederum seine nuklearen Aktivitten schrittweise ausgeweitet und begann mit der Herstellung von Uran, das knapp unter dem Reinheitsgrad von Atomwaffen-tauglichem Material liegt.


Um den Atompakt dennoch zu retten, bemhen sich seit April Diplomaten aus Deutschland, Frankreich, Grobritannien, Russland und China, zwischen den USA und dem Iran zu vermitteln. Zuletzt wuchs die Hoffnung auf eine Einigung im Atomstreit, auch weil Trumps Nachfolger Joe Biden sein Interesse an einem Wiedereinstieg signalisiert hat. Damit einher geht die Aussicht auf Lockerungen von Sanktionen und eine mgliche Ausweitung der lexporte aus dem wichtigen Frderstaat.

Unsicherheit drckt lpreis


Sollten sich die streitenden Parteien tatschlich einigen, so erwartet Damien Courvalin, Rohstoff-Stratege bei Goldman Sachs, einen Anstieg bei den lpreisen. Auf den ersten Blick mag das berraschen, denn man sollte doch annehmen, dass eine Ausweitung des Angebots den lpreis drcken sollte.


Doch Courvalin begrndete seine Prognose gegenber dem US-Sender „CNBC“ damit, dass die Unsicherheit in Zusammenhang mit dem Atom-Deal den lpreis in letzter Zeit belastet habe. Wenn die Marktteilnehmer jedoch erst einmal wissen, woran sie sind, so wrde diese Unsicherheit verschwinden und die lpreise wrden bullish reagieren.


Courvalin verwies als Beleg fr seine These auf den lpreisanstieg im April, nachdem die OPEC+ beschlossen hatte, ihre Frdermenge auszuweiten. Auch damals seien die Preise trotz eines steigenden Angebots gestiegen, und zwar weil der lverbund Unsicherheit aus dem Markt genommen hatte.

Oder doch ein kurzzeitiger Preisrckgang?


Doch laut „CNBC“ gibt es auch zahlreiche Experten, die durch eine Einigung im Atomstreit einen lpreisrckgang erwarten – zumindest kurzfristig. Dazu gehren etwa Wells Fargo-Analyst Austin Pickle, PVM Oil Associates-Analyst Tamas Varga oder die Experten von Morgan Stanley.

Langfristig bullish


Doch schon fr das vierte Quartal 2021 prognostiziert auch PVM Oil Associates einen Anstieg des lpreises auf 80 US-Dollar. So verwies Varga darauf, dass es einige Zeit dauern drfte, bis die iranischen lexporte in Gang kommen. Auerdem erwartet er eine steigende Nachfrage, weil zahlreiche Volkswirtschaften dank der laufenden Impfkampagnen wieder Fahrt aufnehmen.


hnlich uerte sich auch Pickle. Auch er erwartet eine Nachfragesteigerung. Zudem rechnet er damit, dass die OPEC+ entsprechend reagieren drfte, sollte der Iran wieder deutlich mehr l exportieren.


Bei Goldman Sachs erwartet man schon im dritten Quartal einen lpreis von 80 US-Dollar pro Barrel. So ist Courvalin davon berzeugt, dass die lnachfrage deutlich wachsen wird, so dass am Markt „ausreichend Platz“ sei, um das zustzliche l aus dem Iran aufzunehmen.


Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Anton Watman / Shutterstock.com, Maxx-Studio / Shutterstock.com



2021-06-11 08:41:00

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